January 19, 2022

Erneuerbare Energien für Armenien Kleinwasserkraftwerke – ökonomisch und ökologisch sinnvoll

Armenien verfügt über ein hohes Potential für Wasserkraft. Flüsse durchziehen das ganze bergige Land, an vielen stehen bereits Kleinwasserkraftwerke – Kraftwerke mit einer Leistung von unter 10 Megawatt. Über das neue Programm soll die umweltverträgliche und effiziente Nutzung von Kleinwasserkraftanlagen (KWK) zur Stromproduktion in Armenien gefördert werden. Sukzessive wird die ineffiziente und veraltete Stromerzeugung auf der Basis fossiler Energieträger ersetzt. Bereits heute werden in Armenien etwa 30 Prozent der Stromerzeugungsleistung durch Nutzung der Wasserkraft erzielt. Der auf Basis erneuerbarer Energien erzeugte Strom wird in das armenische Stromverbundnetz eingespeist – ein Beitrag zur umweltverträglichen Stromversorgung im ganzen Land.

Am 3. Mai 2010 haben der Direktor der KfW Entwicklungsbank, Roland Siller, und der Leiter der armenischen Zentralbank, Arthur Javadyan, einen Finanzierungsvertrag über 18 Millionen Euro für den weiteren Ausbau der Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien unterzeichnet. Zusätzlich werden 1,5 Millionen Euro für die technische Unterstützung bei der Programmumsetzung bereitgestellt. Mit der Zusage wird das bereits seit 2006 erfolgreich umsetzten Programms zur Förderung erneuerbarer Energie fortgesetzt.

Private Unternehmer werden gefördert

Die Mittel werden über den armenischen Finanzsektor umgesetzt, d.h. die Heranführung armenischer Banken und privater Investoren an langfristige Infrastrukturfinanzierung unterstützt zusätzlich die privatwirtschaftliche Entwicklung Armeniens. Als Projektträger fungiert die Armenische Zentralbank, welche die Fördermittel an qualifizierte lokale Geschäftsbanken weiterleitet – diese vergeben die Mittel an die Endkreditnehmer (private Unternehmer bzw. Betreiber von KWK). Das Vorhaben trägt damit sowohl zur Sicherung und Verbesserung der Energieversorgung Armeniens als auch zu Wirtschaftswachstum, Umwelt- und Klimaschutz bei.

Die KfW engagiert sich im Rahmen der Finanziellen Zusammenarbeit bereits seit 1995 in Armenien, neben den Sektoren nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Energie, Dezentralisierung, Demokratie, Kommunalentwicklung auch in den Bereichen Gesundheit und Umwelt. Bis heute sind Projekte mit einem Gesamtvolumen von fast 400 Mio. Euro zugesagt und umgesetzt worden, die Armeniens erfolgreiche Armutsbekämpfungspolitik unterstützen.

Bild: Roland Siller (3.v.l.) und Artur Javadyan (4.v.l.) während der Unterzeichnung Quelle: KfW

www.umweltruf.de

Be the first to comment

Leave a Reply

Your email address will not be published.


*


4/AAB0Q2qi2hC5WMFScWsapOW0d1ypdvjHSDFgUciTQjW7ImoDTCNLGO4